Neue Wege zum Gehirn

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K²-Stimulationselektrode

Konzentrische Oberflächenelektrode zur Stimulation nozizeptiver Fasern

In der Pathophysiologie des Kopfschmerzes spielt die trigeminale Nozizeption eine herausragende Rolle. Für deren Untersuchung stehen nur wenige nicht-invasive Methoden zur Verfügung. Als Ersatz für Messungen der Transmission trigeminaler Schmerzreize kann der Blinkreflex (BR) genutzt werden, doch handelt es sich bei der Mehrzahl der nach konventionellen Stimulationen am BR beteiligten trigeminalen Afferenzen um nicht-nozizeptive A-ß Fasern.

Auch für den Nachweis von Small-Fiber-Neuropathien, wie sie u.a. bei HIV-assoziierten sensorischen Neuropathien oder bei Diabetes auftreten, bietet die Untersuchung des nozizeptiven Systems wertvolle Ansätze. Gegenwärtig eingesetzte Verfahren zur Diagnostik von Small-Fiber-Neuropathien – etwa SSR (“sympathetic skin response”), Quantitative Sensorische Testung (QST), quantitativer Sudomotor-Axon-Reflex-Test (QSART), Laser Evozierte Potentiale (dLEP) oder auch histologische Bestimmungen der intraepidermalen Nervenfaserdichte – sind allerdings teuer, zeitaufwändig und/oder invasiv, während die konventionelle Neurographie bei Small-Fiber-Neuropathien häufig unauffällige Ergebnisse liefert.

K² - Konzentrische Oberflächenelektrode zur Stimulation nozizeptiver FasernVergrößern K² - Konzentrische Oberflächenelektrode zur Stimulation nozizeptiver FasernVergrößern

Die -Elektrode ist eine flache, konzentrische Stimulationselektrode zur nicht-invasiven Ermittlung eines “nozizeptions-spezifischen” Blinkreflexes (nBR).

Durch ihre konzentrische Geometrie und den geringen Abstand zwischen Anode und Kathode kann mit der K²-Stimulationselektrode eine hohe Stromdichte bei im Vergleich geringen Stromstärken erzielt werden, so dass sich die Depolarisation praktisch auf die nozizeptiven Fasern in der oberen Schicht der Dermis beschränkt, ohne tiefer liegende nicht-nozizeptive Fasern einzubeziehen.

Vergleich konzentrische Elektrode - herkömmliche ElektrodeA: Konzentrische Elektrode K2 und B: konventionelle Stimulationselektrode.
Die elektrischen Felder sind angedeutet.

Die Registrierung nozizeptiver Blinkreflexe (nBR) wie auch die Registrierung trigeminaler und peripherer Schmerz-evozierter Potentiale (PREP) nach nozizeptions-spezifischer Stimulation mit Hilfe der K²-Elektrode ermöglichen eine quantitative Erfassung des Schmerzprozesses und zeigen eine hohe Sensitivität hinsichtlich nozizeptiver Veränderungen.

Vorteile

Anwendungsgebiete

Beispiel: Schmerz-evoziertes Potential (PREP) und nozizeptiver Blinkreflex (nBR)VergrößernBeispiel: schmerz-evoziertes Potential (PREP) und nozizeptiver Blinkreflex (nBR). Stimulation entlang der drei Zweige des Trigeminusnervs (V1, V2, V3). Gleichzeitige Aufzeichnung des PREP über Cz und des nBR infraorbital.

Bestellung & Lieferung

Die K²-Stimulationselektrode ist gegenwärtig für Forschungszwecke verfügbar

Ein Trigger-Generator für Impulspakete mit variabler Wiederholrate befindet sich in der Entwicklung.

Literatur

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