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Die 3D-Mapping Option für das Walter Graphtek PL-EEG visualisiert hirnelektrische Aktivitäten auf einem realistischen Kopfmodell.
- 3D FFT-Mapping und Spektralanalyse für die Standard-EEG-Bänder und für benutzerdefinierte Bänder
- Gleichzeitige Darstellung aller Frequenzbänder oder vergrößerte Anzeige ausgewählter Frequenzbänder
- Synchrone Anzeige der EEG-Signale und optionaler Videometrie-Aufnahmen – sogar, während Sie im EEG blättern
- Ansicht aus allen gewünschten Perspektiven und Autorotation des Kopfmodells durch einfache Mausklicks
- Fortgeschrittener Berechnungsalgorithmus mit Berücksichtigung übernächster Elektrodenpositionen und Maxima/Minima zwischen Elektrodenpositionen
- Wählbare Verschaltungen: gemeinsame Referenz, verbundene Ohrläppchen oder Quellenableitung mit konfigurierbaren Werten
- Karten in die Zwischenablage kopierbar, z.B. zum schnellen Kopieren in Untersuchungsbefunde


Systemvoraussetzungen
Wie PL-Winsor, zusätzlich:
- Grafikkarte nicht älter als von 2006, Framerate abhängig von der Leistung der Grafikkarte
Technische Daten
- Vier benutzerdefinierte oder Standard-Frequenzbänder
- Skalierung der Leistung: 30 µV²/Hz bis 100,000 µV²/Hz
- Anzeigemodi: 3D- oder 2D-Karten mit oder ohne Leistungsspektren
- Skalierungen: lineare Leistung, lineare Amplitude oder logarithmische Skalierung
- Verschaltungen: gemeinsame Referenz, A1 + A2 oder Quellenableitung
- Minimale Segmentlänge: 3 s
- Wählbare “konservative” oder fortgeschrittene Interpolation (siehe Spalte rechts)
- Wahlweise Darstellung mit angenommenen Nullwerten am Kartenrand oder mit interpolierten Werten für glattere Übergänge
- Wahlweise Interpolation der Leistungskarten über die Leistungen oder über die RMS-Amplitude (Quadratwurzel der Leistungen)
- Enthält keine Dipol-Quellenanalyse und keine MRI-Schnittstelle
Interpolationsalgorithmus
Zur Berechnung werden die EEG-Segmente mit einem Hanning-Fenster behandelt, die Fourier-Transformation berechnet und die Absolutwerte des fourier-transformierten Signals gemittelt. Durch Summation in den gewählten Bandgrenzen wird die Gesamtleistung der Bänder an den Elektrodenpositionen bestimmt. Zur topographischen Darstellung wird angenommen, dass sich die Elektroden auf einer Kugeloberfläche befinden. Die Kugeloberfläche wird mit Hilfe der Mercator-Projektion auf die Ebene projiziert. Dabei bilden die Elektrodenpositionen die Eckpunkte eines Quadratrasters. Für jeden Punkt innerhalb eines Quadrates wird der interpolierte Wert als gewichteter Mittelwert der vier Eckpunkte bestimmt. Die Maßeinheiten sind so normiert, daß die Quadrate eine Seitenlänge von 1 haben. Die Gewichte berechnen sich wie folgt:
(2dx³ – 3dx² + 1) • (2dy³ – 3dy² + 1), wobei dx den Abstand in x-Richtung und dy den Abstand in y-Richtung angibt. Der Messwert an den Elektrodenpositionen bleibt unverändert.
Fortgeschrittener Algorithmus:
Werte zwischen Elektrodenpositionen werden durch spatiale Filterung (aufeinander folgende Halbbandfilter) interpoliert. Die Werte zwischen den Elektrodenposition können dann als rekonstruierte Messwerte innerhalb der technischen Grenzen (Nyquist-Theorem) aufgefasst werden.